Weltverband FIFè übernimmt unsere Silver-/Gold-Championatstitel in ihre Stammbäume

Stammbaum_FIFE_WSChNicht ohne Stolz möchten wir Euch hier mitteilen, dass wir nun nach über 2 Jahren mit unseren Silver- und Gold-Championatstiteln nicht mehr ganz alleine dastehen. Die FIFè trägt mittlerweile in ihren Stammbäumen diese Titel ein, was uns natürlich hoffen lässt, dass die Idee dieser Championate auch noch weitere Freunde und Nachahmer finden wird. Es verwundert einen ja schließlich schon, dass kleinere deutsche Vereine diese Titel als Fantasietitel abtun, während Weltverbände, wie die FIFè, offenbar kein Problem damit haben.

Weitere Infos zu diesen Titeln haben wir schon 2011 hier auf unserem Blog veröffentlicht: https://katzenverein.wordpress.com/2011/05/05/silver-und-goldchampionat/

Liebe Grüße, Eurer Felidae e.V.

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Published in: on 29. September 2013 at 21:26  Schreibe einen Kommentar  
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Hammershow in Hannover

BILD Artikel über Katzenausstellung Hannover

BILD Artikel über Katzenausstellung Hannover

Na, das war ja mal wieder ein Wochenende. Von Freitag den 27.01.2012 – Sonntag den 29.01.2012 waren auf der Heimtiermesse auf dem Messegelände in Hannover. Wir hatten innerhalb der 15.000qm Halle ca. 1300qm für unsere Katzenaustellung und wir waren super gut besetzt. Aussteller von Schleswig-Holstein bis Bayern waren unsere Gäste und wir hatten Besucher, mehr als man zählen konnte. Für uns immer ein Riesenereignis. Evi hat wie immer eine Super Bühnenshow hingelegt und das Publikum mit allerlei Wissenswertem vor der Bühne gefesselt.

Die BILD war ebenfalls zu Gast bei uns und hat einen farbenfrohen Artikel über unsere Show gebracht. Nicht schlecht – wann ist man schon mal fast formatfüllend in der BILD 🙂

Zwei weitere Highlights hatten wir auf unserer Show ebenfalls noch zu verzeichnen. Wieder haben es zwei Spitzen-Katzen geschafft ihr Silver Championat zu beenden.

World Silver Champion für Felix von der roten Moosrose, im Besitz von Martina Albrecht und Jörg Hofter

und

World Silver Champion Premior für Bounty vom Forst Klövensteen, im Besitz von Karl-Heinz Neutag

Silver- und Goldchampionat

Championate in freien Katzenvereinen

Anders als bei Championships im Sport muss man für einen Titel nicht nur hart kämpfen, sondern diesen auch immer wieder verteidigen. Einmal „Europameister“ oder gar „Weltmeister“ zu sein, bedeutet noch lange nicht, dass man diesen Titel immer inne hat. Kommt jemand anderes ein Jahr später und schlägt den Meister, geht der Titel auf den Herausforderer über. Bei den Katzenzüchtern läuft es anders. Hat man ein gutes Tier und schafft es bis zum „Worldchampion“, behält dieses Tier den Titel für immer. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass dieses Tier damit am Ende seiner Karriere angekommen ist. Noch höher aufsteigen kann es nicht und in vielen Vereinen können diese Tiere nur noch in der sog. Ehrenklasse starten, wo sie oftmals nicht mal mehr nominiert werden oder „Best Varieties“ erhalten können. Dabei wären diese Tiere eine echte Bereicherung für die Shows und würden für gesunde Konkurrenz sorgen. Züchter von Nachwuchskatzen müssten sich immer wieder mit den „Meistern“ messen und würden so dazu gezwungen sein, mit einem Höchstmaß an züchterischer Qualität und Showkondition anzutreten.

Was ist nun der Silver- oder Goldchampion?

Die Idee die hinter diesen Titeln steht, ist, den Titel des „Worldchampions“ quasi bestätigen zu lassen, indem man sich der Konkurrenz erneut stellt. In der Praxis bedeutet das, dass Mitglieder des Felidae e.V. ihre „Worldchampions“ erneut durch alle Klassen laufen lassen können, um Silver-Champion-Titel zu erlangen. Am Ende der Kette steht der „Silver-Worldchampion“. Wer sich und seinen Katzen noch mehr zutraut, kann das Ganze noch ein drittes Mal durchlaufen, um letztendlich den Titel „Gold-Worldchampion“ zu erringen.

Wieso kann der Felidae e.V. dieses Championat anbieten?

In der Vergangenheit haben bereits diverse andere Vereine und Dachverbände Sondertitel kreiert, die auf verschiedenste Weise errungen werden konnten und dann auch in den Stammbäumen der Tiere geführt wurden. Manche Verbände prämieren „Best Cat“, „Best of Breed“, „Jahressieger“, „World-Winner“ oder Gütesiegel-Träger. All diesen Titeln gemeinsam ist, dass sie nur innerhalb des jeweiligen Verbandes erworben werden konnten. Unabhängig davon wurden diese Titel aber später trotzdem von anderen Verbänden anerkannt, auch wenn diese den entsprechenden Titel selbst gar nicht vergeben. Unter diesen Gesichtspunkten kann der Felidae e.V. selbstverständlich auch eigene Titel vergeben. Das Argument, dass sich diese Titel nicht auf andere Verbände übertragen lassen, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. So lassen sich ja bspw. auch die Titel der CFA, TICA und FIFe nicht ohne weiteres in die jeweiligen Titel der freien Verbände übertragen und umgekehrt. Werden also Tiere eines Verbandes für eine Show eines anderen Verbandes gemeldet, kann es passieren, dass es dort in Konkurrenz zu Tieren steht, die gar nicht der „Güteklasse“ des Tieres entsprechen. Diese Vorgehensweise ist seit Jahren üblich und wird auch allgemein anerkannt.

Kann man diese Titel in jedem Verein erlangen?

Bisher ist der Felidae e.V. der einzige Verein, der diese Form des Championats anbietet. Angeboten wird dies nun schon seit ca. zwei Jahren und die Championats-Titel können nur beim Felidae e.V. beantragt werden. Anders als bei Sondertiteln, die in manchen anderen Verbänden angeboten werden, können die notwendigen Punkte für die jeweiligen Championats-Klassen prinzipiell in jedem freien Verband erworben werden, jedoch sollte man vor einer Ausstellung mit dem jeweiligen Verein klären, ob die Anmeldung zugelassen wird. Es gibt Vereine, die sich weigern, solche Meldungen anzunehmen, obwohl ihre Satzungen und Ausstellungsrichtlinien dies nicht ausschließen.

Verschlechtern sich nicht die Chancen für die anderen Aussteller?

Das Ganze ist eine Frage der Betrachtung. Es kann natürlich sein, dass man bspw. mit einem Tier in der offenen Klasse (CAC) startet und ohne den „Worldchampion“, der erneut angetreten ist, keine Konkurrenz hätte. Auf den ersten Blick mag dadurch die Chance auf den CAC Punkt verdorben sein, weil der Konkurrent ja bereits „Worldchampion“ ist. Praktisch bedeutet der hohe Titel aber nicht, dass das junge Tier nicht besser sein kann und den „Alten“ schlägt. Das ist schon oft vorgekommen und ist eigentlich auch eine logische Folge. Um ein Tier zum „Worldchampion“ zu machen, braucht es Zeit. Nicht selten vergehen zwei Jahre und mehr, bis ein Tier es zum „Worldchampion“ gebracht hat. In dieser Zeit verändert sich ein Tier und nicht immer zum Positiven. Auch die Showqualitäten des Tieres können sich verändert haben. Aber selbst wenn der „Alte“ immer noch besser sein sollte, ist dieser Konkurrent spätestens bei der nächsten Ausstellung nicht mehr in der gleichen Klasse. Für die Züchter bedeutet diese Konkurrenz eine Erhöhung der Anforderungen an ihre züchterischen Qualitäten. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, heißt es und ein Tier ohne ernsthafte Konkurrenten zum Sieg zu führen, sollte eigentlich jeden ernsthaften Züchter in seinem „sportlichen Ehrgeiz“ verletzen. Wer will schon einen geschenkten Sieg?

Wird es dann nicht zu schwierig Tiere in hohe Titel zu bekommen?

Viele langjährige Züchter und so mancher bekannter Richter trauern ja immer noch den „alten Zeiten“ nach, wo man 400 oder mehr Tiere auf einer Ausstellung fand. Wo man leicht auch mal 30 blaue Briten im CAC in Konkurrenz zu seinem Tier hatte und froh war, mit einem V4 nach Hause zu gehen. Nun, ganz so schwer will es heute kein Verein den Ausstellern mehr machen, aber trotzdem sind alle Verantwortlichen bemüht, die Latte nicht zu niedrig zu legen. Manche Vereine wollen aus diesem Grunde „Worldchampion“ Titel erst an Tiere vergeben, die mindestens zwei Jahre alt sind, verlangen dann aber nur 6 Inlandspunkte für diesen Titel, um dieses Manko wieder auszugleichen. Eine Erhöhung der Konkurrenz auf den Ausstellungen sorgt aber auf jeden Fall auch für eine Erhöhung der züchterischen Herausforderung, was ja im Interesse Aller liegt. Zwar können dann theoretisch immer noch Tiere in unter zwei Jahren zu „Worldchampions“ werden, durch die Bestätigung des zweiten oder dritten Durchlaufes jedoch wird ihnen hinterher sicher niemand mehr ihre Qualitäten absprechen, zumal sie danach auf jeden Fall deutlich älter als zwei Jahre sein werden. Im Laufe der Zeit werden dann die vermehrt auftretenden Silver- und Gold-Championaten es den jungen „Nachkömmlingen“ auch etwas schwieriger machen den „Worldchampion“ zu schnell zu erreichen.

Sollten Aussteller auf diese Besonderheit hingewiesen werden?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Nehmen wir das Beispiel FIFe. Wenn man ein Tier in einem freien Verband zum „Worldchampion“ gebracht hat und es dann auf einer FIFe Show meldet, wird der Titel erst einmal nicht anerkannt und das Tier startet im CAC. Die anderen Aussteller werden deshalb aber nicht „gewarnt“, dass sie in Konkurrenz zu einem Tier stehen werden, dass anderswo bereits „Worldchampion“ ist. Es erfolgt im Vorfeld überhaupt keine Aussage über die Konkurrenz, die einen auf der Show erwartet. Überhaupt ist der Titel eines Tieres ja nur der Spiegel seiner gezeigten Qualitäten. Diese Qualitäten hat das Tier aber sowieso, egal, ob es nun einen Titel trägt oder bisher noch nie auf Ausstellungen war. Man kann auf einer Show in jeder Klasse immer auf Tiere jeden Alters und jeder Qualität treffen, egal, ob diese nun auf ihrer ersten Ausstellung oder schon zum hundertsten Mal dabei sind. Hätte der Besitzer seines hervorragenden „Worldchampions“ statt Punkte zu sammeln, das Tier zwei Jahre zu Hause gelassen, hätte der Mitbewerber im CAC das gleiche, hervorragende Tier ebenfalls in Konkurrenz und würde wahrscheinlich ebenfalls den Titel an den Besseren verlieren. Also, zusammengefasst kann man sagen: Nein, es sollte für die Aussteller keine Rolle spielen, warum ein anderes Tier zu ihrem in Konkurrenz steht.

Wie geht es nun weiter?

Die Idee zu diesem Silver- und Goldchampionaten ist ja nicht nur „auf dem Mist“ der Präsidentin des Felidae e.V. gewachsen, sondern vor über zwei Jahren durch Aussteller angeregt und zusammen mit ihnen, Vereinsmitgliedern und Richtern zur vollen Reife gebracht worden. Nachdem wir nun schon so viele positive Stimmen aus unserem Verein und auch von manchen Richtern gehört haben, wollen wir dieses Championat natürlich weiterhin anbieten. Wir sind überzeugt, dass diese Vorgehensweise zu einer besseren Qualität auf Ausstellungen führen wird. Züchter von Jungtieren müssen sich stärkeren Herausforderungen stellen und die Besitzer der „Alten“ haben weiterhin eine Motivation ihre schönen Tiere auch auf Ausstellungen zu zeigen. Auch wenn das Silver- und Goldchampionat derzeit nur eine vereinsinterne Angelegenheit ist, hoffen wir doch, dass Züchter und Aussteller aus anderen Verbänden mit der Zeit den Vorteil dieser Art des Championats ebenfalls sehen und einer allgemeinen Anerkennung wohlwollend gegenüber stehen.